Wir reisten als Premiere auf der Saint-Martin-Kulturroute in der Großregion. Lesen sie den folgenden Artikel aus dem Reisetagebuch der jungen Teilnehmer, um mehr über die Route zu erfahren.
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institut européen des itinéraires culturels |
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| Manon PINATEL |
| 20 juin 2011 |
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Vielen Dank an die SNJ für die Unterstützung, sowie an die Städte, die uns so herzlich willkommen hießen. Zusammen mit einer Gruppe von 12 Freiwilligen war es uns möglich die Kulturroute von Saint-Martin zu entdecken. Wir hoffen, dass diese Route im Jahr 2008 formell in den Katalog aufgenommen wird.
Nachdem wir symbolisch den „Fuß von Saint-Martin“ an die Kirche in Arlon übergaben, welche am Sonntag dem 26. August ihr Jubiläum feierte, begannen wir unsere Reise am Montag morgen. Begleitet wurden wir von jungen Menschen aus Belgien, Luxemburg, Rumänien und Italien (Valentina Fava für den Zeitschrift der Via Francigena).
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Die Abreise zur Erkundung des Weges nach Trier
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Sophie Kleffer für die La Voix Zeitung
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Zum Sonnenaufgang am Montagmorgen trafen sich die Teilnehmer, teilweise noch halb schlafend von der Party des vorherigen abends, vor der Kirche Saint-Martin. Unser Esel war bereit. Sie wird uns auf dem Weg begleiten, ebenso wie ihre Vorfahren Saint-Martin begleitet haben. Sophie Kieffer von La Voix wünschte uns eine sichere Reise; ein Artikel unseres Interviews wurde in der La Voix am Dienstag dem 28. August veröffentlicht.
Wir verließen die Häuser von Arlon und traten hinaus in die grüne Landschaft Luxemburgs. Nach einer kurzen Pause in Clairefontaine, durchkreuzten wir Steinfort, um unser erstes Tagesziel der Wanderung zu erreichen: Septfontaines, im Schatten der Wälder im Eischtal. Das Dorf wird von seiner mittelalterlichen Burg geprägt.
Septfontaines wurde in der Periode der Merowinger gegründet. Sein Name stammt von den sieben Wasserquellen des Dorfes, die heute im Brunnen am Hauptplatz vereint sind. Das Tal der sieben Schlösser wird von einer gotischen Kirche überprägt. Sie wurde von Thomas de Septfontaines errichtet, einem Freund von Henri VII. Obwohl die Kirche 1317 geweiht wurde, besitzt der zentrale Turm einen romanischen Stil. Der Mittelteil und die südliche Chorkapelle sind gotisch. Im 16. Jahrhundert veranlassten die regionalen Grafen am nördlichen Teil den Bau einer Wappengalerie für ihre private Verwendung. Die menschlichen Figuren außerhalb der Mauern erinnern an die einstige Schutzfunktion des Gebäudes. Im Inneren befindet sich ein Steingrab aus dem 17. Jahrhundert, das einem Einsiedler der Region gehört. Außerdem kann eine Piéta und die Wohltätigkeit von Saint-Martin in Septfontaines in einer modernen Skulptur bewundert werden. Einige Stele des alten Friedhofs wurden von einem bekannten Handwerker des Dorfes angefertigt und reich mit Ornamenten, Zeichen und Symbolen geschmückt.
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Die Kirche von Septfontaines
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Die Suche nach den Spuren von Saint Martin in Hollenfels
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Wir wurden an unserer ersten Station sehr herzlich begrüßt. Der Stadtbus und ein Anhänger von Fernand Mamer warteten bereits, um uns zu dem Hollenfels zu begleiten, wo wir unsere erste Nacht verbringen würden.
An der Jugendherberge traf unser Esel Juliette einen Gefährten für die Nacht: le Cerf Bleu (den blauen Hirsch). Für die jungen Reisenden brauchte es nur eine gute Mahlzeit, um ihre Energie wieder aufzuladen. Das Abendprogramm bestand aus einem Detektivspiel: Die Teilnehmer sollten die folgende Geschichte herausbekommen: Warum verließ Saint-Martin Trier so eilig? Die Detektive mussten Zeugen über diesen Teil des Lebens des Heiligen befragen (den Kaiser, die Kaiserin, Priscilien, Bischof Ithaque). Jeder Zeuge präsentierte seine Sicht der Geschichte und gab den Spielenden einen wichtigen Hinweis (ein Glas Wein, einen Brief des Bischofs Ithace, etc.).
Am Ende des Spiels erhielt jedes Team 10 Minuten Zeit, um ein plausibles Szenario zu präsentieren. Danach lasen wir gemeinsam die Version von Sulpice Sévère.
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| Hollenfels – Weimerskirch |
Am nächsten Tag verließen wir Hollenfels in Richtung Luxemburg Stadt. Dies war der größte Abschnitt unserer Route. Wir gingen an der Saint-Martin Kirche in Lorentzweiller vorbei, wo wir eine Mittagspause einlegten. Nachmittags ging es dann weiter in Richtung Alzettetal nach Luxemburg. Auf der Strecke trafen wir einige kleine, graue Esel, die Juliette begrüßten. Trotz des freudigen Ereignisses mussten wir jedoch einige Kilometer später anhalten, da unser Esel nicht dafür gemacht war über den auf der Straße liegenden Baum zu springen. So kamen wir an der St. Martin Kirche in Weimerskirch eine Stunde später als geplant an.
Es wird gesagt, dass die Gemeinde von Weimerskirch eine der ältesten Luxemburgs ist und im 5. Jahrhundert von Saint Martin selbst gegründet wurde. In der Tat befindet sich in der Nähe der Kirche der Weimerskircher Brunnen, wo Saint Martins Esel sicherlich getrunken hatte. In den bunten Kirchenfenstern sind Situationen des Lebens von Saint Martin abgebildet. Die Fenster sind das Werk des Glaskünstlers Gustave Zanter von 1952. In der Seitenkapelle befinden sich ein Wandgemälde. Diese Reliquie stammen von 1958 und zeigt einen Teil von Saint Martins Grab.
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Ankunft in Weimerskirch und das Wilkommen der Presse
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Einige Erklärungen an diesem legendären Ort
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Wieder profitierten wir von einer sehr herzlichen Begrüßung von Herrn Jung, dem Präsidenten der Gemeindearbeit. Er erschien zusammen mit zwei Journalisten, um uns persönlich eine Führung durch die Kirche zu geben. Der Artikel wurde am Samstag dem 2. September 2007 in der „Wort“ veröffentlicht.
Da wir sehr erschöpft waren, erschien es besser den geplanten Fotowettbewerb zu verschieben, bis wir in Junglinster sein würden. Abends brachten wir unser Gepäck in das Hostel und unseren Esel zu Herrn Heinz Hermann Helting – de Labarre, dem Vizepräsidenten des Europäischen Instituts Saint-Benoit Patron. Er nahm Juliette für die Nacht in seinen Stall auf.
Abends aßen wir auf dem Jahrmarkt! Bis 11 Uhr gab es Freizeit für jeden, sodass diese genutzt werden musste. Es gab Waffeln, Karussells, etc, bis wir uns am besprochenen Ort wieder trafen.
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| Weimerskirch – Niederanven |
Am nächsten morgen konnten wir uns bis 9 Uhr ausruhen. Zur Erholung vom vorherigen Tag hatten wir eine kurze Wanderung bis Niederanven geplant. Eine kleine Pause legen wir in der Nähe von Weimerskirch ein, wo wir Juliette aus einem Brunnen trinken ließen, an dem nach einer luxemburgischen Tradition Saint Martin auf der Rückkehr aus Trier eine gesegnete Eiche pflanzte. Ein Viertel der Weimerskircher Gemeinde nennt sich „eich“, die Eiche, was zweifellos in Gedenken an den missionierenden Heiligen entstanden ist. Legenden sagen, dass sein Bischofskreuz aus einem Brunnen heraus gespritzt wurde, dem heutigen Saint-Martin Brunnen. Sie ist außerdem in einer weiteren literarischen Quellen zu finden; Gervaise sagt, dass Saint Martin seinen Esel von dem Wasser trinken ließ...Aber unsere Juliette war nicht durstig, so dass wir eine Karotte auf den Boden legen mussten! Das ermutigte sie letztendlich ihr Maul in das Wasser zu stecken, sowie einst ihr Vorfahre...
In Niederanven hieß uns Ed Weber an dem Saint-Martin Denkmal willkommen. Das runde Gebäude gleicht einem Tempel und befindet sich am Fuße des Sennigerbergs an einer ehemaligen römischen Straße, die Luxemburg und Trier verband. Genau an diesem Ort hatte Saint Martin, nach der Erzählung von Sulpice Sévère, die Vision eines Engels. Die lebensgroße Statue des Bischofs zusammen mit der eines kleinen Engels steht auf einem viereckigen Podest.
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Der Saint Martin Brunnen in Weimerskirch
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Das Sain-Martin Denkmal in Niederanven
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Die Inschrift, angefertigt von dem Bildner Priester Joseph Bertrang, ist in Latein verfasst und bezieht sich auf Saint Martins Aufenthalt in Adethana, Niederanven, von dem es auch Belege in der Arbeit von Sulpice Sévère von 384 gibt.
"Sanctus Martinus, sfflictus angel laeta consolatione aerectus consoletafflictos" (Saint Martin, getröstet von seinen Leiden durch einen Engel, spendet den Leidenden Trost).
Nach einer kurzen historischen Einführung über den Ursprung des Denkmals, stieß der stellvertretende Bürgermeister von Niederanven zu uns. Er hieß uns offiziell willkommen und schlug vor uns zu dem „Amr Sand“ Zimmer zu begleiten, wo wir die Nacht verbringen wollten. Auf dem Weg setzte Ed Weber seine Erzählung über die Ursprünge der Stadt fort: Andethana, der frühere Name von Niederanven, ist die älteste Bezeichnung einer Siedlung in Luxemburg. Dokumente und Schriften belegen seine lange Geschichte. Das Dorf war bereits auf einer Straßenkarte aus römischen Zeiten eingezeichnet. Weitere Objekte, die bei Ausgrabungen in Niederanven gefunden wurden, weisen bereits auf eine Besiedlung in der Steinzeit hin.
Als wir ankamen erwarteten uns einige Überraschungen: ein vorbereitetes Barbeque; ein großes Willkommen und gegrilltes Essen – soviel hätten wir nie erwartet! Der Jugendklub von Sennigen und der Kletterverein aus Niederanven zeigten uns ihre Kletterhalle und ließen uns dort klettern. Nach dem Essen waren wir alle mit Schuhen ausgerüstet und gesichert und bereit die Wand hinauf zu klettern. Am Ende dieses wundervollen abends waren alle sehr froh in ihr Bett fallen zu können.
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Am nächsten Tag begleiteten uns Ed und Carole (eine Lehrerin aus Niederanven) zu der Grotte des Einsiedlers Shetzel. Von der Spitze der Hügel am Rand des Dorfes kann man wunderbar die traditionelle Landschaft von Niederanven bewundern. Eine Landschaft, die aus steinigen Formationen und sehr schönen hügeligen Aussichten besteht, die durch Wälder, Haine und heckiges Farmland durchzogen sind.
Weiter entfernt befindet sich der Grunewald, der mit seinen 4500 Hektar Fläche der größte Wald Luxemburgs ist. 1996 wurde er als historisches Monument klassifiziert und ist gleichzeitig das größte Trinkwasserreservat Luxemburgs. Im Osten befindet sich eine offene Landschaft, die die Menschen seit langen Zeiten als Weideland benutzen. Trotz seiner Nähe zu Luxemburg Stadt konnte sich die Landschaft von Niederanven seinen ländlichen Charakter erhalten und bezaubert mit seinem traditionellen Aussehen.
Wir verließen den Grunewald in Richtung Goderange, deren Kirche eine Statue von Saint Martin beherbergt. Die Gemeinde öffnete uns zu diesem Anlass ihre Tore.
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Die Statue von Saint Martin in der Kirche von Goderange
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Der Zeichnerwettbewerb in der Kirche von Goderange
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Eine Möglichkeit für unsere jungen Teilnehmer ihre künstlerischen Fähigkeiten zu zeigen: Sie sollten die Statue des Heiligen zeichnen (die Zeichnungen finden sie in unserer Fotogalerie).
Am Abend gingen wir nach Bourglinster. Wir wollten hier die Nacht in der Jugendherberge verbringen. Auf dem Weg hierhin ließen wir Juliette im Reitzentrum von Bourglinster, einer drei Sterne Herberge für unsere Eselin – eine Box und so viel Hafer wie sie wollte...Aber Juju schien außer Form zu sein – sie ist sehr sanftmütig und bescheiden, doch umringt von Reinblütern mit geflochtenen Schwänzen fühlte sie sich wahrscheinlich so unwohl wie Martin am Banquet des Kaisers Maxime.
Die Mahlzeit im Hostel war fast wie ein Abschiedsessen, da drei Teilnehmer uns verlassen mussten. Doch morgen sollten andere kommen, die uns dieses Wochenende begleiten wollten.
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Am nächsten Morgen besuchten wir die Burg von Bourglinster, bevor wir weiter nach Junglinster zogen. Die Pracht dieser Gegend zentriert sich um die Kirche. Diese spät barocke Kirche wurde zwischen 1772 und 1773 errichtet, und Saint Martin gewidmet. Am Eingang der Kirche kann man den Heiligen sehen, wie er seine Anhänger begrüßt. Im Inneren befindet sich der Hochaltar der Junglinster Kirche, welcher ebenfalls Martin gewidmet wurde. Er kann auf das 17. Jahrhundert zurück datiert werden. Eigentlich stammt er aus dem prächtigen Kloster Marienthal und wurde größtenteils von Jean van den Sten hergestellt. Jahrhundertelang diente die Kirche als Nekropolis für die Grafen der Bourglinster Burg. Die spät gotisch bis neo-klassischen Grabsteine der früheren Grafen von Linster können am Eingang der Kirche bewundert werden. Die Orgel und der Altar stammen ebenfalls aus Marienthal.
Bei der Ankunft an der Kirche wurde der Fotowettbewerb gestartet: Fotos, die von Alex Langini von dem „Amt für Denkmalpflege“ aufgenommen wurden, wurden in Umschlägen an die Teilnehmer verteilt. In Zweiergruppen hatten sie nun die Aufgabe den Ort zu finden, von wo das Foto gemacht wurde. Der zweite Teil der Aufgabe sollte die Vorstellungskraft ein wenig anregen. Die Teilnehmer sollten dieselben Fotos machen, aber aus einem anderen, originelleren und persönlicheren Perspektive. Nach einer langen Mittagspause marschierten wir in Richtung Betzdorf, wo das Team des Saint-Joseph Instituts und die Bürgermeisterin Marie-Jose Frank auf uns warteten. Wir besuchten das Saint-Joseph Institut, ein Zentrum für behinderte Menschen, das der Kirche angehört und an dem Ort der ehemaligen Burg errichtet wurde. Dieses moderne Institut besteht aus Holz und Beton. Es ist mit einer Sporthalle, einem Schwimmbecken und 11 Wohneinheiten (eine kleine Gruppe von acht Menschen werden hier von medizinisch ausgebildetem Personal betreut) ausgestattet. Das Institut musste renoviert werden, damit es weiterhin bis zu 100 Personen in der Tages- und Hausbetreuung versorgen kann. Die Kinder lernten Juliette kennen und zeigten uns ganz begeistert ihre Meerschweinchen!
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Die Saint-Martin Kirch in Junglinster
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Saint-Joseph Institut in Betzdorf
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Ein wunderbares Willkommen wurde in der Cafeteria organisiert. Zwei Schwestern aus Saint--Joseph stießen zu uns, um mehr über unserer Route erfahren. Die Bürgermeisterin stellte uns ihre Stadt vor, in dem sie von ihren Erfahrungen erzählte. Der Priester gab uns danach eine Führung. Die Kirche, schlicht von außen, ist im barocken Stil verziert. In Betzdorf ist der Hochaltar ebenfalls Saint Martin gewidmet und mit Engeln und Gold geschmückt. Das Antependium (vor dem Altar) zeigt die Mildtätigkeit von Saint Martin. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1140 wurde allerdings 1748 komplett saniert. Der Dachstuhl musste vor Kurzem erneuert werden. Diese Investitionen sollten dem Dorf einen Europäischen Preis für Restaurierung einbringen.
Wir wurden in einem Minibus zu der Halle gebracht, in der wir die Nacht verbringen sollten. Wir hatten hier alles, was wir benötigten: eine Dusche, Matratzen und einen Raum der groß genug war um ein kleines Willkommen für die neuen Teilnehmer, die für die nächsten Stationen zu uns gestoßen waren, zu organisieren. Juliette blieb am Saint-Joseph Institut, wo die Kinder ihr Gesellschaft leisteten.
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Als wir aufwachten, schlossen sich uns Sophie, Jolene, Zeina und Nori an und waren bereit zum losgehen. Marie-Jose Frank kam noch kurz auf dem Fahrrad vorbei um uns zu verabschieden.
Wir folgten dem Landweg bis nach Manternach, wo der Weg in einen dichten Wald führte. Ein wenig später erreichten wir den Weg der „einhundert Schritte“. Das war recht anstrengend für uns und einer schwerer Test für Juju!! Wir wussten nicht, ob sie es schaffen würde – wir ermutigten sie also, indem wir ihr ins Ohr flüsterten und Karotten auspackten ... Langsam wurden wir ungeduldig, doch wir argumentierten, dass wenn Saint Martins Esel diesen Weg beschritten hatte, so muss es doch technisch gesehen mit jedem anderen Esel auch funktionieren. Dann setzte sich Juliette, unsere dickliche Eselin aus Bastogne, endlich in Bewegung und kam schneller an der Spitze an als wir!
Nach dieser Aufregung legten wir eine kleine Pause ein und bereiteten unser Lager für die Nacht vor. Eine weitere Panne sollte allerdings unseren Abend trüben. Valentinas Insektenstich, der gestern noch rot war, ist inzwischen lila geworden. Wenn es schlimmer werden sollte, beschlossen wir in die Apotheke zu gehen und dann in das Krankenhaus um Weiteres herauszufinden.
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Das Saint-Joseph Institut in Betzdorf
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Die Landschaft bei Wasserbillig
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Die Landschaft um Wasserbillig ist voll von Transitwegen jeglicher Art geprägt: Der Lauf der Sauer Richtung Mosel, die Straßen- und Zugverbindung von Luxemburg Richtung Deutschland und der Moselkanal. Der Blick auf die Kreuzungen vom Bockberg aus ist ein Genuss. Der Bockberg erinnert an die Reise von Johann Wolfgang von Goethe, der aus Trier kommend, an der Igeler Säule (dem römischen Grabdenkmal von Succundini) vorbei, am 26. August 1792 luxemburgischen Boden betrat und die Straße in Richtung der Hauptstadt nahm.
Während der römischen Periode dienten die beiden Flüsse als Orientierung für die Straßen. Biliacum entstand so als einstige Handelssiedlung an der Kreuzung zweier Handelswege im ersten Jahrhundert n. Chr. Nicht weit entfernt von der Kirche können die Überreste einer gewöhnlichen römischen Grabstätte betrachtet werden. Die Mauern stammen aus dem 1. Jahrhundert, ebenso wie das Fundament des Grabdenkmals aus dem 2. Jahrhundert.
Die Kirche von Wasserbilllig mit ihren zwei Kuppeln ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der barocke Altar, der das Innere schmückt, kann auf das Jahr 1748 zurück datiert werden und stammt ursprünglich aus der Abtei von Bernkastel.
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Glücklicherweise kehrte Valentina am nächsten Tag um 8 Uhr morgens gesund und munter zu uns zurück und bereit den nächsten Abschnitt zu betreten. Wir wanderten gemeinsam mit unserem müden Esel entlang der Mosel in Richtung Trier. Die Route wurde etwas monoton, doch Trier war glücklicherweise nicht mehr weit entfernt. Kurz bevor wir die Stadt betraten, applaudierten wir noch den deutschen Wakeboard Meisterschaften (denen wir zufällig begegneten): Doch nichts konnte uns von unserer Route abbringen!
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Trier
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Bei der Basilika in Trier
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Endlich hatten wir eine wunderbare Ankunft, begleitet von Applaus und Hupen, im schönen Trier. Michel Thomas-Penette, Leiter des Europäischen Instituts für Kulturrouten war bereits dort um uns zu begrüßen. Auch Pascal Desperdenge war vor Ort um Juliette zu belohnen und sie wieder nach Hause zu bringen.
Wir besuchten hier die Ausstellungen über Konstantin den Großen; Konstantin und die Christen. Ein Hinweis ist hier auch Saint Martin gewidmet ... jetzt sehen wir seine Geschichte mit anderen Augen ...
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