“Connaissance de la Meuse� (“Wissen der Meuse�, Meuse ist eines der 4 Regionen, die der Region Lothringen angehören), ist eine kulturelle Vereinigung, die sich um den Schutz und die Aufwertung des Kulturerbes in Meusian bemüht.
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european institute of cultural routes |
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| Laurie HOLZER |
| 15 March 2010 |
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Die Geschichte des Interessenverbandes
Es begann im Jahre 1982 mit einer kleinen Gruppe von Freunde, die in “Barrois� (im südlichen Teil von Meuse) lebten. Ihnen war es wichtig, dass das Kulturerbe ihrer Region geschützt werden sollte. Sie gründeten eine Interessengemeinschaft, die “Connaissance du Barrois�. Während der ersten drei Jahre vervielfachte die junge Interessengemeinschaft ihre Aktivitäten, was einen grossen Erfolg mit sich brachte. Das war wohl der Grund, warum nun auch die Bewohner aus den nördlicheren Regionen von Meuse die Interessengemeinschaft beauftragten verschiedene Veranstaltungen in den Städten ihrer Region zu organisieren. Am 15. Januar 1985 wurde die “Connaissance de Barrois� offiziell zur “Connaissance de la Meuse� : Der Interessenverband änderte seine Satzung, damit er seine Aktivitätsfeld auf die Gesamtregion ausweiten kann. Seit 1991 und seit 30 Jahren ist der Verband Eigentümer des Schlosses Thillombois. Durch wichtige Restaurationsarbeiten wurde das Schloss zu einem lebhaften Ort und zu einem richtigen Tourismus- und Kulturzentrum. Dieser prestigeträchtige Ort ist perfekt für die Beherbergung von z.B. Seminaren, Konferenzen, Hochzeiten und vielen mehr.
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Die Burg Thillombois
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Ziele und Aktivitäten des Interessenverbandes
Die Hauptziele des Verbandes sind die Mitwirkung an dem Schutz des kulturellen Erbes.
Um seine Ziele zu erreichen veröffentlicht der Verband Bücher, organisiert Vorträge, Animationen, Shows, Austellungen, historische Festivitäten und thematische Führungen.
Zwischen 1982 und 2003 organisierte der Verband folgende Events:
• 30 Austellungen
• 18 Konzerte
• 46 Konferenzen
• 4 Diavorführungen
• 21 Tagesreisen
• 23 verschiedene "Son et Lumière" Anzeigen:
- in Jean d’Heurs von 1985 bis 1989 (2 verschiedene Shows)
- in Louppy-sur-Loison von 1986 bis 1987
- In dem Palast des Bishofs in Verdun 1988
- in Avioth von 1988 bis 1991 (2 verschiedene Shows)
- in Thillombois von 1991 bis 1992
- "Des flammes… à la lumière" ("Von den Flammen...zum Licht") in La Valtoline 1993
- "Feu d’artifice en folie" ("Verrückte Feuerwerke") in Thillombois 1994
- "Madame de Saint-Balmont" ("Frau von Saint-Balmont") in Thillombois von 1994 bis 1995
- in Mont-devant-Sassey von 1994 bis 1995
- "Des flammes… à la lumière" ("von den Flammen ... zum Licht") seit 1996 in den früheren Steinbrüchen von Haudaonville
- "Les Soirées du Terroir" ("ländliche Abende"), Spaziergänge mit Erzählungen, in Marville 1997 und 1998
- bei dem Ossarium von Douaumont, zum 70. Geburtstag der Knochen der Translatio 1997
- in Montfaucon d’Argonne 1998
- "Son et Lumière" Anzeige bei dem Marguerre Camp 1999
- Eine Lehrveranstaltung mit Show in La Haute-Chevauchée 1999
- Show bei der Zelle von Duzey 1999
- Son et Lumière Anzeige "La Soupe au Lait" ("Milchsuppe") in Méligny-le-Petit 2000
- Historische Führung bei "Villages détruits / Villages reconstruits" ("zerstörte Dörfer / Wieder aufgebaute Dörfer") 2000
- Historische FĂĽhrung ĂĽber die "Garibaldians" in Lachalade 2000
- Historische FĂĽhrung ĂĽber die Vauquois HĂĽgel 2001
- "D’un jour… à l’autre, la campagne se raconte" ("Von einem Tag ... zum anderen, die ländliche Gegend spricht über sich selbst") in der Thillombois' Burg 2003
• 22 Historische Animationen (Festival über den Festungswall in Montmédy, Capuchins ' Festival in Saint-Mihiel, Das kleine Florenz, 500 Geburtstag der Kirche in Rembercourt-aux-Pots, historische Führungen in der Festung Rozelier…)
Der Verband hatte ausserdem folgende Aktivitäten:
• 6 audiovisuelle Verwirklichungen (Poincaré in Meuse, ein Teilnehmer bei Bertrand Taverniers Film "La Vie et rien d’autre" - "Das Leben und nichts anderes", eine neue Abteilung entsteht, …)
• 16 Veröffentlichungen
• 38 shows verschiedene Animationen (Galas, Mermoz's Erinnerungen von Damvillers, Thementage mit Austellungen, Saint-Nicolas in Verdun und Bar-le-Duc, Filmfestival "De la Guerre à la Paix" ("Vom Krieg zum Frieden") in Verdun, der "Rendez-Vous du Goût" ("Zusammentreffen mit Geschmack"), the "Rendez-Vous du Conte" ("Zusammentreffen mit Erzählungen"), "Visitez un jardin" ("Gartenbesuche"), Gärten und Pflanzen Festival, Veranstaltung zum 80. Geburtstag der Hutin's Käserei …)
• 5 Wettbewerbe
• Führungen (organisiert an verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Region, Tag des Kulturerbes, Tag der offenen Tür in Haudainville, …)
• permanente Aktionen für die Erhaltung des Kulturerbes (Teilnahme im Regionalrat für Kulturstätten, Teilnehme bei der Restauration von Denkmälern in Meuse,…)
• Veröffentlichung einer Zeitschrift, einmal im Quartal seit 1986
Der Verband organisiert ausserdem den Jeand’heurs Preis in Zusammenarbeit mit dem Conseil Général de la Meuse (Regionalrat von Meuse).
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| DER NEUE VEREINSPLAN 2003/2007 |
Zum 20. Geburtstag des Verbandes wurde seine Arbeit neubewertet. Nach einer langen Besprechung wurde ein neuer Vereinsplan fĂĽr die Periode 2003/2007 erarbeitet.
Innerhalb der letzten 21 Jahre wurden mehr als 800.000 Personen willkommen geheissen in den vielen verschiedenen Veranstaltungen, die die “Connaissance de la Meuse� organisiert hatte. Diese Veranstaltungen hatten stets starke kuturelle Auswirkungen. Das grosse Interesse der Medien hatte Auswirkungen auf die gesamte Region, da sie dadurch immer bekannter wurde.
Aus ökonomischen Gesichtspunkten wurden 15 gleichwertige Vollzeitjobs und indirekt über 20 weitere Jobs geschaffen. Aber der wichtigste Grund, warum der Verein seine vielen Aktivitäten verwirklichen konnte, und worauf der Erfolg des Vereins basiert, sind die mehr als 1000 freiwilligen Helfer, die sich bei den Projekten mit Leidenschaft und Können beteiligten.
Die definierten Hauptziele des neuen Vereinsplans 2003/2007 sind:
- Das Wissen über die Region Meuse vergrössern
- Die Inwertsetzung des kulturellen Erbes
- Die Demokratisierung des Zugangs zur Kultur
- Informationsmöglichkeiten, und Bildungsangebote, vor allem für die jüngeren Menschen
- Die Weiterentwicklung des Kulturtourismus
Mit Hilfe der vielen Voluntäre allen Alters und aller sozialer Hintergründe wird es dem Verein möglich sein, viele Schritte zu unternehmen, um ihre Ziele zu erreichen.
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| VON DEN FLAMMEN ZUM LICHT |
Das Szenario
Ein junges belgisches Mädchen, Sandrine, ein junger französischer Junge, Jean-Michel, und ein junger deutscher Junge, Frederick – alle sind so um die 20 Jahre – begegnen sich in Verdun. Diese Begegnung ist nicht zufällig: alle drei sind Nachkommen von Frontkämpfern 14/18. Sie sind in Verdun, um freiwillig an der Show teilzunehmen, die sich um die Schlacht von Verdun dreht. Während dieses Events, welches eher ein Wachrufen als eine Rekonstruktion ist, tauchen sie in das Leben ihrer Vorfahren während des Krieges ein und machen sich so mehr Gedanken über den Frieden.
Hélène, Sandrines Grossmutter, wurde, wie sehr viele Belgier, angeklagt den Franzosen geholfen zu haben. Sie flüchtete mit ihrer Familie vor den deutschen Truppen. Während ihre Eltern weiter flüchteten, verblieb sie in Verdun und arbeitete als eine Krankenschwester im Vadeleincourt Krankenhaus. Sie erzählte über ihr Leben in Postkarten, die sie versandte.
Jean, der Grossvater von Jean-Michel, war ein Lehrer und stammte aus der Bretagne. Er wurde, wie viele mit ihm 1914 in die Armee eingezogen. Seit diesem Tage bis zum Ende des Krieges notierte er alle Geschehnisse, Gefühle und Gedanken eines gewöhnlichen Unteroffiziers, der den Horror des Krieges erlebt.
Karl, Fredericks Grossvater, war deutscher Leutnant und kämpfte an der Front in Verdun. Er schrieb seiner Frau regelmässig Briefe. Diese schildern seine Verzweiflung, die er empfand an der Front, wo er in diesem Wahnsinn viele Männer töten musste: Er bat seine Frau eines Tages ihrer Tochter von diesem Konflikt und den Grausamkeiten zu erzählen.
Von ihrem Gesichtspunkt wirken die Zuschauer an vielen unerbitterlichen Verkettungen von Geschehnissen mit, die den Ersten Weltkrieg auslösten, und so Lauf nehmen konnten. Die Aussagen dieser Zeitzeugen berichten von der gesamten Periode von 1914 bis 1918. Dann verging die Zeit: 1927, 1939, 1986 bis heute. Von Krieg zu Frieden, von den Flammen zum Licht...
Der Zuschauer erlebt die gewaltigen Momente des Krieges sowohl in Mitten der Kämpfe, als auch in den endlosen Wartezeiten und der täglichen “Routine�. Im Hinterland leiden die Männer und Frauen unter demselben Leid, so dass sie sich selbst fragen, was diese Grausamkeiten für einen Sinn haben.
Am Ende der Schlacht von Verdun, Dezember 1916, waren Karl und Jean schwer verletzt. Sie wurden von der Front abtransportiert in das Krankenhaus von Vadelaincout. Einige Tage später erlag Karl seinen schweren Verletzungen, während Jean zwar überlebte, aber sein linkes Bein gelähmt blieb. Im Krankenhaus begegneten beide Hélène. Sie erhielt den Kontakt über die Jahre zu Karls Frau und zu Jean. Sie arbeitete weiter als Krankenpflegerin, bis der Krieg zu Ende war. 1920 kehrte sie nach Belgien zurück.
Währen der Einweihung der Gedenkstätte L´Ossuaire de Douaumont 1927 stellte Hélène Jean Karls Frau Ingrid vor. 1936, am 20. Jahrestag der Schlacht von Verdun stellte sie Jean ebenso Karls Schwiegersohn vor, welcher ein Gegner Hitlers war.
Dann, 1986, ergriffen Jean und sein Enkel Jean-Michel die Möglichkeit einer Pilgerfahrt nach Verdun und ein Gespräch über den Frieden zu führen.
2004, 90 Jahre sind vergangen seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges: Die Zeit von drei Generationen. Die Begegnung von Sandrine, Frederick und Jean-Michel an diesem Ort und fĂĽr diese Veranstaltung ist schon jetzt ein Symbol fĂĽr sich.
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Warum muss diese Show aufgefĂĽhrt werden
Verdun – heute die Hauptstadt des Friedens – war eine der entsetzlichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges.
Am 21.Februar 1916 begann in Verdun eine der grössten Schlachten der Menschheit. Von Februar bis Dezember 1916 durchlebten französische und deutsche Soldaten 300 Tage und Nächte lang die Hölle dieses Ortes. Hunderttausende Männer wurden für diese grausame Schlacht mobilisiert. 300.000 starben, begraben im Meusianischen Boden. Die Überlebenden sind Zeugen dieses Horrors, vom Unvorstellbaren...aber auch von Brüderschaft.
“Von den Flammen zum Licht� ist eine historische Aufführung, die vor allem 14/18 fokusiert und den Zuschauern etwas zum Nachdenken mitgibt.
Die Jahre vergehen, der Horror wird verschwimmt; damalige Frontkämpfer verschwinden einer nach dem anderen. Das neue Jahrtausend verwandelt die Schlacht von Verdun, welche den Ersten Weltkrieg symbolisiert, von der Erinnerung in ein globalkulturelles Event. 2004 verbleiben nur noch Erinnerungen und der Wunsch nicht zu vergessen und zu verstehen, und dass die Bemühungen für den Frieden anhalten. Die Pflicht der Erinnerung wird zu einer Pflicht gegenüber der Geschichte und eine Pflicht der Reflexion der Konflikte.
Die Event-Show “Von den Flammen zum Licht� stellt eine Demonstration dieser Aspekte dar. Die Botschaft ist eine der Hoffnung, der Verweigerung des Desinteresses, eine der Verpflichtung.
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| VON EINEM TAG ZUM ANDEREN, DAS LAND ERZÄHLT ÜBER SICH SELBST |
Im Park der Burg Thillombois zeigen 300 passionierte freiwillige Helfer das grosse Abenteuer der Ländlichkeit, von den Wurzeln bis heute. Familien schaffen es in einem Lothringer Landhaus die Zuschauer in die unveränderliche Geschichte des Mittelalters bis in das 19. Jahrundert zurück zu versetzen. Sie erleben die landwirtschaftliche Revolution mit sowie die aktuellen Grundsätze der ländlichen Gesellschaft und vieles mehr.
Das Szenario
Der Hauptschauplatz ist das alte Bauernhaus, welches von vier Familien bewohnt wurde:
- die ersten Hausbesitzer lebten dort bis zu den Desastern des 30-jährigen Krieges
- die nächsten von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1919
- und die letzten von 1919 bis 2000
2000 wurde das Haus von einem jungen Paar gekauft und restauriert. Es besitzt nun ausserdem ein Bed-and-Breakfast Zimmer. Erstmalig sind hier nun Touristen willkommen, denen die Geschichte dieser alten Farm erklärt wird.
Ziele der Show
Die Show zielt ab auf:
- die Geschichte des ländlichen Lebens in Lothringen in Szene zu setzen
- die Einwohner rund um Thillombois mit einzubeziehen
- Entwicklung des Tourismus in Zusammenhang mit dem Event “Le Vent des Forêts� (“Der Wind der Wälder�, handelt von der zeitgenössischen Kunst), der Farm für Kinder in Wombey, Benoîte-Vaux Accueil, etc.
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Dieser Artikel wurde unter zur Hilfenahme der Broschüren des Vereins “Connaissance de la Meuse� und deren Website verfasst.
Sämtliche Bilder wurden von dem Verein zugesandt oder sind auf deren Website zu finden.
Vielen Dank an Frau Aurélia Derischebourg, Vertreterin des Vereins.
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