EUROPEAN INSTITUTE OF CULTURAL ROUTES
Search :
  home page
   
  discovering Europe
  Europe in progress
  european mediations
  memory of Europe
  capital questions
  european diagonals
  who are we ?
  with whom do we work ?
  atlas of cultural routes
   
  shop
  polls
 
log in:
password
forgotten your password ?
subscribe
   
 
 your shopping cart
   
  site map
  contact us
   
 
   
  Forum
 
 
 
 Hohe Strasse: Wander- und Erlebnisweg in Hessen
Mehrere hessische Kommunen haben 2004 eine Regionalpark GmbH mit dem Ziel gegründet, den historischen Handelsweg von Frankfurt nach Leipzig im Abschnitt zwischen den Flüssen Kinzig und Nidder zur Regionalparkroute auszubauen.

European Centre of Culture and Information in Thuringia
Marie Gaillard
23 May 2007
Hohe Straße - Der Weg und seine Geschichte


Seit alten Zeiten ist der Weg über den Höhenrücken zwischen dem Maintal und dem Niddertal als die "Hohe Straße" bekannt. War es früher der Weg der Kaufleute, die ihre Waren zu den Messestädten Frankfurt und Leipzig transportierten, so ist es heute eine beliebte Route für Spaziergänger und Radfahrer.

Südhessen mit seinen fruchtbaren Tälern (Wetterau) und den durchgängigen Berglandschaften (Taunus, Westerwald und Vogelsberg) war immer Durchgangsland für Händler, Völker, Pilger und Heere in West-Ost- und in Süd-Nord-Richtung. Die historische Forschung hat viele alte Fernverbindungen nachgewiesen.
Die Hohe Straße war nur eine Teilstrecke in einem ganz Europa überziehenden Straßennetz (z. B. der historischen Via Regia von Kiew nach Santiago de Compostela).

Sie führte von (Frankfurt-) Bergen an den südöstlichen Vorhöhen des Vogelsberges entlang der Wasserscheide zwischen Nidder und Kinzig über die Fulda bei Kämmerzell nach Vacha, dort über die Werra und via Eisenach und Erfurt nach Leipzig.


Station 14: Weitblick Langen-Bergheim
©Regionalpark RheinMain


Station 10: Himmelsschaukel Rummelsberg
©Regionalpark RheinMain


Dieser seit der jüngeren Steinzeit beschrittene Höhenweg war seit jeher eine bedeutende Handelsstraße. Über ihn sind Bernstein- und nordische Bronzearbeiten in das Fuldaer Land gekommen. Und wie diese Straße seit dem frühen Mittelalter den kürzesten Verbindungsweg zwischen den geistlichen und politischen Zentren Mainz, Fulda, Erfurt bildete, so war sie in gleicher Weise eine der Haupthandelsverbindungen zwischen den großen Messestädten Frankfurt am Main und Leipzig. Ihre Bedeutung als Fernverkehrsstraße verringerte sich mit Entstehung der Städte in den Tallagen, die den Handelsverkehr mehr und mehr an sich zogen.

In militärischer Hinsicht spielte sie bei der fränkischen Eroberung Thüringens im 6. Jahrhundert eine wichtige Rolle und war sowohl während des Dreißigjährigen Krieges, den napoleonischen Kriegszügen und der deutschen Kaiserzeit von strategischer Bedeutung.
Nach Überlieferungen trug die Strecke zwischen Frankfurt und Thüringen in verschiedenen Abschnitten unterschiedliche Namen: Hohe Straße, Reffenstraße, Alte Straße, Kärrnersweg und Antsanvia.

Konzeption Regionalparkabschnitt „Hohe Straße“


Im Januar 2004 haben die Anliegerkommunen Maintal, Niederdorfelden, Schöneck, Nidderau, Hammersbach und Bruchköbel beschlossen, diesen Schatz gemeinsam zu polieren. Für die Bürgerinnen und Bürger entstand so ein attraktives Angebot für eine Radtour, die vor der Haustür beginnen kann. Und so ein Projekt hat natürlich nur dann Sinn, wenn es nicht an den Gemarkungsgrenzen endet - jeder trägt etwas dazu bei und jeder hat etwas davon.

Es sind entlang der Hohen Straße einige Stationen errichtet worden, die man gern besucht, wo es sich lohnt anzukommen, wo man einige Zeit ausruhen und die Landschaft genießen kann.

Die Regionalparkroute folgt weitgehend dem alten Verlauf der Hohen Straße. Sie beginnt derzeit an der Großen Loh in Niederdorfelden und endet oberhalb von Hammersbach in der Gemarkung Langen-Bergheim.



Station 2: Skyline - Kleine Loh
©Regionalpark RheinMain



Die Konzeption für die Regionalparkroute übersetzt die historischen Bezüge des Personen-, Waren- und Informationsaustauschs in die heutige Zeit und nimmt an besonderen Orten auf diese Themen Bezug.

- Aussichtspunkte mit Sichtachsen und Weitblick
- Rastplätze und Leseecken an lauschigen Ecken
- Gestaltung historischer Stätten

Durch spielerischen Umgang und Überhöhung wird der Bogen zu unserer Zeit und ihrer Sicht- und Lebensweise geschlagen.

Getragen wird dieses Projekt von der Regionalpark Rhein-Main Hohe Straße GmbH, einer Gesellschaft im Eigentum der Anliegerkommunen, in enger Kooperation mit dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Über den Planungsverband ist das Projekt eingebunden in ein Europäisches Kooperationsprojekt: Unter dem Titel "SAUL - Nachhaltige und zugängliche Stadtlandschaften" entwickeln Planerinnen und Planer aus London, Amsterdam, Luxemburg und anderen Regionen gemeinsam Konzepte für moderne Freiraumplanung. Das ist auch der Grund dafür, dass die Baukosten für dieses Projekt zur Hälfte aus Zuschüssen der Europäischen Union finanziert werden. Hinzu kommen Landesmittel, die der Planungsverband für dieses Projekt erschlossen hat.

(Quellen: Veröffentlichungen der Regionalpark Rhein-Main Hohe Straße GmbH und der Stadt Nidderau)
 
 
advanced search
back to the list
printer friendly version
send to a friend
contact
 

 translation(s)
 
 

 

 more infos ...
 other web sites
 www.via-regia.org
  Discover the VIA REGIA...
   
 Regional Parc RheinMain
 
   
 editorial content
 the revival of a historical road
 
   
 articles
 The Via Regia in the region of Fulda
 
   
 


 

 home page  discovering Europe  Europe in progress  european mediations  memory of Europe  capital questions  european diagonals  who are we ?  with whom do we work ?  atlas of cultural routes  shop  polls  forum  Photo Gallery